Ist in Berlin wohnen teuer?

Seitdem auch Ostberlin in weiten Teilen saniert worden ist, steigen auch hier die Wohnungspreise. Hinzu kommen Trendviertel wie der Prenzlauer Berg, die gentrifiziert werden und die Mieten ins Unermessliche steigen lassen. Im Februar 2016 betrug die Leerstandsquote lediglich 1.5 Prozent, das ist ein Rekordstand. Es werden immer weniger Wohnungen angeboten, auch weil die Preise gestiegen sind und deshalb Menschen nicht umziehen wollen.

Kann man noch günstigen Wohnraum bekommen? Die Antwort ist ein klares Ja, aber nicht unbedingt sofort und nicht immer dort, wo man am liebsten wohnen möchte. Noch gibt es in Ostberlin einige Häuser, in denen die Mieten noch erschwinglich sind. Hier ist es meistens eine Frage der Zeit, ob und wann eine Wohnung frei wird. Aber auch in West-Berlin, darunter im beliebten Charlottenburg, kann man ein Schnäppchen machen, wenn denn das Glück mitspielt. Letztlich sind es immer noch etwa 50.000 Wohnungen die pro Jahr in Berlin frei werden. Man wird sich auch daran gewöhnen müssen, außerhalb des S-Bahnrings eine Bleibe zu finden. Zunehmend kommen auch bislang unbeachtete Kieze ins Visier der Immobilienmakler. Zur Zeit muss man in Berlin mit etwa 9 Euro pro Quadratmeter rechnen und auch weiter außerhalb gelegene Gebiete kommen schon nahe an diesen Preis heran.berlin_night

Die Preistreiberei wird vor allem durch einkommensstarke Zuzügler verursacht. Diese kommen vor allem der Arbeit wegen in die Hauptstadt und können höhere Mieten bezahlen. Das wiederum verursacht einen hohen Druck auf klassische Berliner Mieter, die schon an der Grenzer der Belastbarkeit sind. Bald sind auch die Außenbezirke angepasst.

Wer sich allerdings die Preise leisten kann, dürfte sich über ein großes Angebot an modernisierten Wohnungen freuen. Gerade in Altbauten hat sich die Qualität der Wohnungen unglaublich erhöht. Übrigens sollte man sich nicht allein am Quadratmeterpreis orientieren. Im Westen sind Wohnungen meist größer geschnitten, was selbst bei einem recht niedrigen Preis am Ende auf eine höhere Miete herauskommt. Im Osten gibt es hingegen kleinere Wohnungen, manchmal sogar nur 20-30 Quadratmeter.

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